Übung "Wasserförderung im schwierigen Gelände"

02.09.2026
Feuerwehr Übung Maschinisten Bärmannsried Technik Ausbildung Aktiver Dienst
Was bedeutet es, im steilen und unübersichtlichten Gelände eine Förderleitung zu verlegen? Das wurde beübt.

Nachdem im Juli bereits der Einsatz von Handwerkzeugen beübt wurde, also der Einsatz am Vegetationsbrand ohne jegliche Wasserversorgung, wurde diesmal das Verlegen einer Förderleitung im Gelände beeübt.

Die dafür ausgesuchte Übungsstelle bot ideale Vorraussetzungen dafür, war doch eine gute Entnahmestelle direkt am Fluss Schwarzer Regen neben der Forststraße und gegenüber ein Steilhang, an dem eine Rückegasse steil bergauf ging.

Das Szenario war ein Waldbrand, ca. 200m Luftlinie von der Forststraße gelegen im höher gelegen Teil. Circa 40 Höhenmetter trennten die Entnahmestelle von der imaginiären Brandstelle. Zur Übungsvereinfach wurde hier ein statisches Feuer angenommen, den ein dynamisches Bodenfeuer hätte hier nochmals einen gänzlich größeren Kräfteaufwand bedeutet.

So galt es zuerst, die Tragkraftspritze mit 2 Trupps vom HLF zu entnehmen und an das Ufer des Flusses zu bringe, während Wasser- und Schlauchtrupp die Saugleitung an einer guten Stelle kuppelten und die gesamte gekuppelte Saugleitung ebenfalls ans Ufer brachte, um sie dort ins Wasser zu lassen.
Parallel wurde von der TS eine B-Leitung verlegt. Ab dem Zeitpunkt, wo das Gelände zu steil wurde, ging man von einem B-CBC-Verteiler mit einer C-Leitung weiter, die weitere 180m tief ins Gelände und viele Höhenmeter hoch ging. Dort wurde schließlich die kleine Waldbrandpumpe, die PFPN 40-100 gespeist, die dann nach einer C-Länge einen C-DCD-Verteiler speiste. Ab da konnten mehrere D-Rohre damit versorgt werden und ein Löschangriff begonnen werden.

Was man auf den Bildern nicht sieht, aber aufgrund der vielen Höhenmeter auf engsten Raum und bepackt mit schweren Feuerwehrgerät war die Übung eine schweißtreibende Angelegenheit, die alle Kraft und Anstrengung von den Übungsteilnehmern abverlangte.

Im zweiten Übungsabschnitt wurde dann das C-CC-Sammelstück an der Waldbrandpumpe abgekuppelt und eine Saugleitung angekuppelt, da man nun zuerst mit der Förderleitung, die ihr Wasser von der Tragkraftspritze PFPN 10-1000 vom Schwarzen Regen bekam, einen sogenannten "Multi-Flexbehälter" mit 1100 Liter Volumen speiste. Die Waldbrandpumpe saugte nun über den Saugschlauch vom Mulitflexbehälter an. In der Fachsprache nennt man das "offene Schaltreihe", da der Wasserbehälter einen Puffer bildet und so Schwankungen in der Versorgung ausgeglichen werden können.

Die Dunkelheit brach schnell herein und es galt dann noch, möglichst schnell abzubauen und im Nachgang die Fahrzeuge wieder zu bestücken.

Es war eine sehr lehrreiche Übung, zeigte sie doch den immensen und kräftezerrenden Aufwand, die ein Waldbrand von der Mannschaft abverlagen kann. Unsere Kameradinnen haben hier zusammen mit den Kameraden aber echten Kampfgeist bewiesen und alle gestellten Aufgaben klaglos bewältigt.