Der Heilige Florian

Florian 

Der heilige Florian ist bekanntermaßen der Schutzpatron der Feuerwehren. Daher werden die Feuerwehrmänner und –Frauen auch als Floriansjünger bezeichnet.
Doch wer war dieser Florian?

Der Märtyrer soll in dem kleinen Dorf Zeiselmauer in der Nähe von Wien geboren sein. Er lebte als römischer Offizier und Beamter in Cetium (St. Pölten). Zur Zeit der unter Dioklorian ausbrechenden Christenverfolgung erging auch für die römische Provinz Norikium der Befehl zu grausamen Verfolgungen. Der Stadthalter Aquilinius ließ die Christen überall aufspüren, gefangen nehmen und foltern. Die meisten waren jedoch nicht zum Abfall von ihrem christlichen Glauben zu bewegen und warteten in den Kerkern auf ihren Tod. Florian hörte davon und machte sich auf den Weg um ihnen beizustehen. Er ließ sich zum Stadthalter führen, welcher mit ihm nichts zu schaffen haben wollte und ihm gut zu redete, den Göttern zu huldigen. Florian lehnte dies ab und bekannte sich offen zu Christus. Der Stadthalter ließ ihn schrecklich misshandeln und foltern und erteilte schließlich den Befehl Florian in der Enns zu ertränken.
Auf der Brücke angekommen, wurde dem Märtyrer ein Stein um den Hals gebunden, aber keiner der Soldaten wollte den ehemaligen Offizier in die Tiefe stürzen. Von hinten drängte ein junger Mann heran und gab dem Gefesselten einen Stoß, so dass dieser die Brücke hinab in den Fluss stürzte. Als der Henker sich von seiner Tat überzeugen wollte, war er plötzlich erblindet.
Über die Bergung des Leichnams des heiligen Florian berichten die Legenden wunderbare Dinge. Seine Reliquien wurden von Gläubigen geborgen und an seiner Grabstätte wurde eine Kapelle errichtet. Daraus entstand der Stift Stankt Florian bei Linz.

 

Jede Quelle berichtet anders vom Ablauf der Geschichte.
Quelle: Festschrift "125-jähriges Gründungsfest FFW Kaikenried 1873-1998" 

 

Der Hl. Florian am Feuerwehrhaus Kaikenried wurde von dem Bildhauer, zur damaligen Zeit auch Architekturstudent, Martin Hebgen aus Essen geschaffen. Als Ausgangsgestein diente ein "Anröchter Dolomit". Martin Hebgen war mit den Eltern Uschi und Heinz langjähriger Urlaubsgast in der Rollersau. Der Hl. Florian wurde 1989 zum Feuerwehrhausneubau von Josef Bielmeier und Josef Niedermeier gestiftet.